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ISL im Regierungsviertel angekommen

Bericht von Ottmar Miles-Paul (kobinet):

Über ein volles Haus konnte sich die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) am vergangenen Freitag beim Tag der offenen Tür zur Einweihung ihrer neuen Räumlichkeiten im Regierungsviertel in Berlin freuen. Mit ihren Räumen in der Leipziger Straße 61 ist die ISL nun nur noch wenige Minuten vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und anderen Ministerien entfernt.

"Mit der heutigen Einweihungsfeier der neuen Bundesgeschäftsstelle der ISL in der Mitte der Bundeshauptstadt Berlin öffnet sich ein neues Kapitel für die Zukunft des Dachverbandes der Zentren für Selbstbestimmtes Leben. Vielen Dank für Euer zahlreiches Kommen. Danke an Deaf Studies der Humboldt Universität, an die Kellerkinder, das Weibernetz, an akse, die gsub, Prof. Dr. Theresia Degener, unsere neuen Nachbarn und alle anderen lieben Gäste, die uns besucht haben", erklärte Alexander Ahrens, Öffentlichkeitsreferent der ISL.

Gruppenfoto des AK Inklusion
Gruppenfoto des AK Inklusion

SL Köln im AK Inklusion des Kölner Studierendenwerks zu Gast

Am 14. Mai waren Ellen Kuhn (EUTB SL Köln) und Ellen Marquardt (KSL Köln) im Arbeitskreis Inklusion des Kölner Studierendenwerks zu Gast. Sie informierten über Grundsätze und Geschichte von "Selbstbestimmt Leben" Behinderter Köln e.V. und seine Projekte ZsL, KSL und EUTB. Besonders im Fokus standen dabei die Philosophie der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung, das Peer Counseling als Beratungsansatz und der Aspekt der Unabhängigkeit. Die Mitglieder des Arbeitskreises zeigten sich sehr an einer intensiven Vernetzung interessiert.

Seminar an der Uni Köln

Im Rahmen des Seminars "Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Behinderung" von Dr. Anne Klein war das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) Köln gestern an der Universität zu Köln zu Gast. Christoph Tacken stellte Ansatz und Philosophie der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung und die Arbeit der KSL und der EUTB vor. Die Diskussion mit den Studierenden drehte sich vor allem um Themen wie Peer-Counseling, Selbstbestimmung, Beschäftigung mit der eigenen Behinderung und das Bild von Behinderung in der Gesellschaft.

Gruppenbild
Gruppenbild

Besuch aus Ostwestfalen

Gestern waren Studierende der FH Bielefeld mit ihrem Dozent Prof. Dr. Christian Huppert zu Gast im Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) für den Regierungsbezirk Köln zu Gast. Ellen Romberg-Hoffmann und Christoph Tacken stellten zunächst den"Selbstbestimmt Leben" Behinderter Köln e.V. und seine Projekte (KSL, ZsL, EUTB) vor. Danach gaben sie einen Einblick in das Prinzip des Peer Counseling, die Struktur und Arbeitsweise von KSL und EUTB sowie die Geschichte und Philosophie der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung. In der abschließenden Diskussion warf man gemeinsam einen kritischen Blick auf die Behindertenhilfe. 

Protestzug zieht um den Kölner Neumarkt.
Protestzug zieht um den Kölner Neumarkt.
Demonstranten mit Plakaten auf dem Heumarkt.
Demonstranten mit Plakaten auf dem Heumarkt.
Kundgebung auf dem Rudolfplatz
Kundgebung auf dem Rudolfplatz

"Teilhabe jetzt!" - Demo in Köln

„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Rechte klaut!“ und „Teilhabe jetzt!“ schallte es am Dienstagabend durch die Straßen Kölns. Ein Demonstrationszug von rund 200 Menschen mit und ohne Behinderung zog im Rahmen des europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung vom Heumarkt in Richtung Rudolfplatz, um auf Missstände und Benachteiligungen aufmerksam zu machen. Der Protestzug endete am Rudolfplatz, wo eine abschließende Kundgebung stattfand. Die Protestveranstaltung wurde von „Selbstbestimmt Leben“ Behinderter Köln organisiert und von einem breiten Bündnis aus der Behindertenhilfe unterstützt.

Die gesamte Veranstaltung stand unter dem Motto „10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland“. So zeigten die Rednerinnen und Redner mit unterschiedlichen Behinderungen auf, dass die Umsetzung der Konvention, die eine gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen an der Gesellschaft gewährleisten soll, in Deutschland bisher mangelhaft ist. Gemeinsam war allen Vortragenden die Forderung an die Politik, die Aufgabe die UN-BRK umzusetzen, endlich mit Nachdruck und Entschlossenheit anzugehen.

Beitrag in der WDR-Lokalzeit Köln (ab Minute 13:33)
Link zum Beitrag

Ein Stapel der Broschüren.
Ein Stapel der Broschüren.

Zweite Ausgabe der KSL Konkret jetzt erhältlich!

KSL KONKRET #2: Einkommen und Vermögen - Änderungen durch das Bundesteilhabegesetz

Die KSL Konkret #2 informiert übersichtlich über die Anrechnung von Einkommen und Vermögen in der Eingliederungshilfe. Das Bundesteilhabegesetz führte zu gesetzlichen Veränderungen. Im Jahr 2020 kommen weitere Änderungen hinzu. Die Veränderungen werden jeweils passend zur Art des Einkommens ausführlich erläutert. Im Anhang finden sich außerdem Berechnungsschemata.
 

KSL Konkret #2 enthält folgende Kapitel:

  1. Einkommen 2017-2019
    Was hat sich beim Einkommen im Jahr 2017 geändert?
  2. Vermögen 2017-2019
    Was hat sich beim Vermögen im Jahr 2017 geändert?
  3. Einkommen 2020
    Was ändert sich für mich beim Einkommen?
  4. Vermögen 2020
    Was ändert sich für mich beim Vermögen?
  5. Partnereinkommen und Partnervermögen 2020
    Wird das Partnereinkommen und Partnervermögen noch angerechnet?
  6. Heranziehung von Elterneinkommen 2020
    Eltern haften für ihre Kinder?
  7. Anhang: Berechnung des Eigenanteils aus Einkommen
    Wie viel muss ich eigentlich zahlen?
     

Download: KSL KONKRET #2 (barrierefreies PDF)

Bestellung der Druckfassung: Die Broschüre selbst ist kostenfrei erhältlich.

Versandkosten: Für Zustelladressen innerhalb von NRW ist der Versand kostenfrei. 

Aufgrund der hohen Nachfrage können die Versandkosten außerhalb von Nordrhein-Westfalen leider nur in begrenztem Umfang von uns übernommen werden. Versandkostenfrei sind bis zu drei Broschüren erhältlich, ab der 4. Broschüre ist der Versand kostenpflichtig. Bitte senden Sie uns dazu die entsprechende Frankierung per Post zu. Die Adresse lautet wie folgt:

Koordinierungsstelle der KSL NRW
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen

Welche Paketmarke/n bzw. welche Briefmarke/n wir für Ihre Sendung benötigen, teilen wir Ihnen gerne mit. Bitte senden Sie uns zunächst eine E-Mail mit der gewünschten Anzahl und Ihrer Adresse an: info@ksl-nrw.de

WDR sucht zur Verbesserung seines „Fernsehangebots für Sehbeeinträchtigte“ Teilnehmende für eine Studie

Im Auftrag des WDR wird eine Studie zum Thema „Fernsehverhalten von Sehbeeinträchtigten“ durchgeführt.

Ziel ist es, das Fernsehangebot beim WDR für Sehbeeinträchtigte zu verbessern. Hierzu werden Teilnehmende für eine Diskussionsrunde gesucht. Der WDR möchte Meinungen, Ideen und Wahrnehmungen zu diesem Thema erfahren. Die Kommentare sind für den WDR sehr wertvoll und können einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse der Forschung haben.

Die Gespräche in verschiedenen Gruppen finden am 15. Mai 2019 beim WDR in Köln statt.  Sie dauern ca. 3 Stunden. Blindenhunde und Begleitung sind herzlich willkommen. 

Sie können teilnehmen, wenn Sie:

  • zwischen 18 und 70 Jahren alt sind
  • eine Sehbehinderung haben oder blind sind

Sie erhalten selbstverständlich eine angemessene Aufwandsentschädigung für Ihren Einsatz. Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, freuen wir uns auf Ihre Rückmeldung per Telefon oder E-Mail. Wir führen mit Ihnen ein kurzes telefonisches Auswahlgespräch durch und schicken Ihnen anschließend eine Einladung. Die Einladung ist für die Teilnahme an der Veranstaltung zwingend notwendig.

Der genaue Termin und Veranstaltungsort wird Ihnen beim Auswahlgespräch bekannt gegeben.
Bitte melden Sie sich bei: Zeynep Kaluk, Tel: 0221 64303786, E-Mail: z.kaluk@u-turn-research.com

Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Es handelt sich um eine Studie zu Marktforschungszwecken und nicht um eine Werbe- oder Verkaufsveranstaltung."

Das Märchen von der Inklusion - Eine Bilanz nach 10 Jahren

"Die Story" wirft einen Blick auf die Inklusion in der Schule, im Arbeitsleben und im Alltag. Menschen mit Behinderung, Eltern, Lehrer, Arbeitgeber und Politiker zeichnen das Bild einer zerrissenen Republik. Ist die inklusive Gesellschaft ein unerreichbares Ideal? Oder braucht sie einfach noch mehr Zeit? Zehn Jahre Inklusion: eine ernüchternde Bestandsaufnahme. Ein Märchen - bislang ohne Happy End.

Link zur ARD-Mediathek

Minister Laumann: Menschen mit Behinderungen beraten Menschen mit Behinderungen

Für Menschen mit Behinderungen in Nordrhein-Westfalen gibt es jetzt ein neues, flächendeckendes und kostenfreies Netz aus 60 Beratungsstellen. „Das Leben mit einer Behinderung stellt die betroffenen Menschen und ihre Angehörigen im Alltag immer wieder vor Herausforderungen und wirft oftmals viele Fragen auf“, sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann. „Gute und einfühlende Beratung ist wichtig, damit die Betroffenen die ihnen zustehenden Leistungen erhalten, aber auch Hilfen im Umgang mit ihrer Lebenssituation und bei allen Fragen zur gesellschaftlichen Teilhabe bekommen.“

Ein wesentliches Merkmal dieser „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ ist der besondere Beratungsansatz, so Minister Laumann weiter: „Beraterinnen und Berater sind Menschen, die eigene Erfahrungen mit Behinderungen haben. Diese Beratung von Betroffenen durch Betroffene ist ein echter Mehrwert für die Beratungslandschaft und wurde ausdrücklich von den Behindertenverbänden und -organisationen gefordert.“

Für diese „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB) stellt das Bundessozialministerium bundesweit rund 58 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, auf Nordrhein-Westfalen entfällt ein jährlicher Anteil von 9,3 Millionen Euro. Das nordrhein-westfälische Sozialministerium war maßgeblich an der Auswahl der Beratungsstellen beteiligt. Minister Laumann: „Kriterien waren ein Vorrang für Selbsthilfeorganisationen und offene Beratungsangebote für Alle sowie die Vorfahrt für regionale Kooperationen und der Aufbau eines flächendeckenden Angebots.“ 

Die in Nordrhein-Westfalen bereits bestehenden „Kompetenzzentren selbstbestimmt Leben“ haben den Aufbau der EUTB eng begleitet und unterstützt. Sie fungieren in den Regierungsbezirken als regionale Knotenpunkte, um die EUTB in die bereits vorhandene Beratungslandschaft einzubinden.

Die Bundesförderung für die EUTB ist zunächst auf fünf Jahre befristet. Die Arbeits- und Sozialministerkonferenz hat sich 2018 in Münster unter Vorsitz von Minister Laumann dafür stark gemacht, dass die Förderung künftig unbefristet erfolgt und wird diesen Prozess weiter intensiv begleiten.

Ein Großteil der Beratungsstellen hat die Arbeit bereits aufgenommen, die restlichen werden in Kürze folgen. Informationen zur EUTB und den Beratungsangeboten vor Ort gibt es unter www.teilhabeberatung.de

Liebe hat nichts mit der Chromosomenzahl zu tun

Wie wäre es, ein behindertes Kind zu haben? Das kann einem vor der Geburt niemand beantworten, vor allem kein Bluttest. Birte Müller ist froh, dass sie in ihrer Schwangerschaft nichts vom Downsyndrom ihres Sohnes wusste.

Zwölf Jahre nach der Geburt ihres Sohnes setzt sich die Kinderbuchautorin und Illustratorin in diesem Spiegel-Artikel mit der Debatte um Bluttests in der Schwangerschaft auseinander:

https://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/bluttest-auf-downsyndrom-liebe-hat-nichts-mit-der-chromosomenzahl-zu-tun-a-1262260.html