"Wer bietet weniger?"

Es ist noch viel Lobbyarbeit für das Budget für Arbeit, das seit dem 1. Januar 2018 in Anspruch genommen werden kann, nötig. Die Alternative zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen wurde mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) geschaffen. Bisher gibt es aber kaum Nutzer*innen des Budgets für Arbeit.

Gezeigt werden die Teilnehmenden am Lotsen-Vertiefungstag.
Gezeigt werden die Teilnehmenden am Lotsen-Vertiefungstag.
Referentin Frau Natalie Geese
Referentin Frau Natalie Geese
Wünsche an ein inklusives Gesundheitssystem
Wünsche an ein inklusives Gesundheitssystem

Erfolgreicher Lotsen-Vertiefungstag in Köln

Eingeladen nach Köln war zum zweiten Lotsen-Vertiefungstreffen, das am 11. Juli 2019 stattfand, Frau Natalie Geese. Sie referierte zu den Themen „Selbstbestimmt Leben mit Assistenzhund“ und „Mit blinden Menschen sinnvoll kommunizieren“. Frau Geese, die von sich selbst sagt: „Ich genieße es, in einer Welt voller Geräusche, Gerüche und taktiler Reize zu leben und hatte noch nie das Verlangen, sehen zu können.“ (Referent*innenprofil CASCO) hat bei ISL e.V. die Qualifizierung zur CASCO-Referentin durchgeführt. Als Expertin in eigener Sache bietet sie Vorträge zu verschiedenen Themen an. Für die teilnehmenden Lots*innen und die Ehrenamtler*innen der EUTB-Stellen aus dem Regierungsbezirk Köln waren dies spannende Themen, die im Anschluss an die Vorträge zu vielen Fragen an die Referentin führten.

Nach der gemeinsamen Mittagspause ging es spannend für alle weiter. Jetzt waren die Lots*innen und die Ehrenamtler*innen gefragt. Sie sollten von ihren Erfahrungen und Wünschen an ein inklusives Gesundheitssystem berichten. Auch hier zeigte sich sehr viel Gesprächsbedarf und es konnten zahlreiche Erfahrungen und Wünsche gesammelt werden, die von den Mitarbeiter*innen des KSL Köln für die Arbeit am Schwerpunktthema 2019 „Inklusive Gesundheit“ genutzt und speziell in den Seminaren für die (Heilerziehungs-)Pflegeschüler*innen ihren Einfluss finden werden.

Stammtisch: Leben mit persönlicher Assistenz in Köln

In unserem Beratungsalltag, genauso, wie in unserem eigenen Leben stellen wir immer wieder fest, dass persönliche Assistenz eine tolle Hilfe für Menschen mit Behinderung ist.
Mit dieser können wir so leben, wie wir es uns vorstellen. Das Leben mit Assistenz kann aber ebenso eine Herausforderung sein.

Daher möchte die EUTB von "Selbstbestimmt Leben" Behinderter Köln mit diesem Stammtisch Assistenznehmern die Möglichkeit geben, sich über Tipps, Tricks oder auch Problemlagen in Umgang mit persönlicher Assistenz auszutauschen.

Wann: 1. Treffen 16. Juli 2019, von: 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr
Wo: Treff (im Keller unseres Gebäudes an der Bottmühle) 

Angedacht sind regelmäßige Treffen ein bis zweimal im Monat.

Sind Sie interessiert?
Dann geben Sie uns gerne Bescheid!

Kontakt: beratung@eutb-sl-koeln.de

Wahre Größe

In den Reportagen von „Echtes Leben“ geht es um Einzelschicksale und um große Themen. Das halbstündige Format greift in der Folge „Wahre Größe - Alltag von kleinwüchsigen Menschen“ die Frage auf, ob ein ‚normales Leben‘ in dieser Gesellschaft gelingen kann? Begleitet werden Murat und Kathrin Sarihan, die eine Familie gegründet haben und das Paar Franziska Stoldt und Michel Arriens, der für die Organisation „Change.org“ aktiv ist.

Der BTHG-Kompass: Online-Kompendium zum Gesetz

Ein Herzstück des Projekts Umsetzungsbegleitung Bundesteilhabegesetz ist der sogenannte BTHG-Kompass. Er ist als stetig wachsendes Online-Kompendium zum Gesetz konzipiert und umfasst insbesondere Themen der Umsetzung des neuen Eingliederungshilferechts aus Teil 2 des BTHG. Die Inhalte des BTHG-Kompasses entstehen aus:

  • Fragen und Beiträgen zu den Online-Fachdiskussionen auf der Projektwebsite
  • Fragen und Beiträgen, die während der Projektveranstaltungen und in der täglichen Arbeit des Projekts entstehen
  • Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis

Gemeinsam mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten erstellt das Projekt dazu Antworten. Diese Fragen-Antwort-Paare werden regelmäßig im BTHG-Kompass auf der Projektwebsite veröffentlicht und können anschließend kommentiert werden.

Link zum BTHG-Kompass

KSL MSI: Veranstaltung Sinnesbehinderung und Beruf

Die Veranstaltung Sinnesbehinderung und Beruf am 27.06.2019 war ein voller Erfolg. Es besuchten knapp 200 Personen die Großveranstaltung des KSL MSi NRW in Essen im Haus der Technik. Es waren viele Mitarbeiter von Unternehmen aus ganz NRW, schwerbehinderten Vertretungen aus den Städten und Kommunen, Menschen mit Sinnesbehinderung, Vereine der Behindertenselbsthilfe und viele mehr vertreten.

Claudia Middendorf (Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie Patientinnen und Patienten) und Rudolf Jelinek (1. Bürgermeiester der Stand Essen), hielten ein Grußwort. Des Weiteren hielten Experten aus verschiedensten Bereichen (Dr. Bach, Gehard Zorn, Dr. Friederike Orendi und Dr. Helmut Schröder) Vorträge rund um das Thema Sinnesbehinderung und Beruf. Auch folgten drei "best practice" Beispiele der Einladung des KSL MSi und berichteten über ihren Arbeitsalltag mit Sinnesbehinderung.

Die Messe wurde ebenfalls sehr gut besuchten, dort konnte man sich über Hilfsmittel, Hilfsangebote, Barrierefreiheit, Selbsthilfevereine und vieles mehr informieren. Bei den anschließenden Workshops durften die Teilnehmer selbst aktiv werden, Lormen und Gebärden lernen, den Arbeitsplatz eines blinden testen, sich über finanzielle Hilfen oder das BTHG informieren und in unserem KSL MSi Selbsterfahrungsworkshop SENSIPRO erfahren was es bedeutet eine Sinnesbehinderung zu haben.

Auf der rechten Seite des Brühler Ortseingangsschilds liegt eine Fußgängerampel. Die Farben werden durch rote und grüne Piktogramme für Rollstuhlfahrer*innen dargestellt.
Auf der rechten Seite des Brühler Ortseingangsschilds liegt eine Fußgängerampel. Die Farben werden durch rote und grüne Piktogramme für Rollstuhlfahrer*innen dargestellt.

Sehr engagierte Arbeit in Brühl für einen Inklusionsbeirat

Das Interesse der Brühler*innen an der Umsetzung von Inklusion ist groß und sehr engagiert. Trotz der großen Hitze kamen 19 behinderte und Angehörige von behinderten Menschen zu diesem Arbeitstreffen ins Brühler Wirtshaus. Sehr erfreulich ist, dass bei jedem Arbeitstreffen neue Interessent*innen dazukommen.

Themen dieses Mal waren zum Beispiel die Überarbeitung der Satzung zur Implementierung eines Inklusionsbeirats. Es werden noch Änderungsvorschläge erwartet. Aber auch Fragen der Zusammenarbeit und weiteren Vorgehensweise wurden diskutiert. Es muss bspw. überlegt werden, in welchen Räumlichkeiten sich die Gruppe in Zukunft trifft.

Als nächster Termin wurde der 26. September 2019 um 18.00 Uhr vereinbart. Der Ort wird noch bekannt gegeben.

Neue Interessent*innen können sich gerne bei Ellen Romberg-Hoffmann (romberg-hoffmann@ksl-koeln.de) aus dem KSL Köln melden oder einfach zum nächsten Termin dazukommen.

Eine flache aufgerichtete Hand stoppt eine zur Faust geballte Hand.
Eine flache aufgerichtete Hand stoppt eine zur Faust geballte Hand.

KSL Köln beteiligte sich mit einem Workshop am Fachtag Gewalt und Gewaltprävention in psychosozialen Arbeitsfeldern

Mit ihrem Workshop "Unangemessenes Verhalten von behinderten Menschen als Herausforderung oder Chance – ein Perspektivwechsel" forderte Ellen Romberg-Hoffmann auf dem Fachtag "Gewalt und Gewaltprävention in psychosozialen Arbeitsfeldern" der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) im Kreis Euskirchen die Teilnehmenden selbst heraus. Nennen Sie Beispiele unangemessenen Verhaltens! Allein diese Aufforderung heizte die Diskussionsfreude im Workshop an und es entstand ein Austausch mit den Teilnehmenden.

Trott und Gedankenlosigkeiten durchbrechen, miteinander in den Dialog treten, stets achtsam mit sich selbst und dem Gegenüber umgehen, sich selbst und den*die anderen im Blick behalten und Verhalten - das eigene und das des*der anderen immer wieder reflektieren. Das sind die simplen und doch nicht so einfachen Bausteine, mit denen im gemeinsamen Miteinander Formen von Gewalt begegnet werden kann und aus vielen hausgemachten systemimmanenten Problemen "der Dampf herausgenommen wird".

Der WDR berichtete über den Fachtag, auf dem knapp 250 Teilnehmende Vorträgen von Herrn Dr. Christian Jost und Frau Prof. Dr. Luise Reddemann zuhörten und anschließend verschiedene Workshops besuchen konnten.

Deutsche Bahn muss behinderten Menschen Ein- und Ausstieg gewähren

Das Gutachten von Rechtsanwalt Dr.Oliver Tolmein bestätigt bei Verweigerung nach vorheriger Anmeldung das Vorliegen einer Diskriminierung. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL sieht sich durch das Gutachten in ihrem Rechtsanspruch gegen die Deutsche Bahn (DB) in allen Punkten voll bestätigt. Kobinet berichtete hierzu am 21.06.2019.

Seminar an der Uni Köln

"Selbstbestimmt Leben" Behinderter Köln war am 17. Juni 2019 an der Universität zu Köln zu Gast. Im Seminar " Arbeit – Behinderung – Inklusion soziologisch betrachtet: Grundlagen, Empirie, Kontroversen" von Sarah Karim stellten Ellen Kuhn (EUTB SL Köln) und Christoph Tacken (KSL Köln) zunächst den Verein und seine Projekt ZsL, KSL und EUTB vor. Danach kam es zum Austausch mit den Studierenden zu den Themen Selbstbestimmung und Barrieren, Peer Counseling, Diskriminierung und Philosophie der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung. Abschließend widmete man sich speziell dem Thema "Arbeit", wobei die Referierenden theoretischen sowie praktischen Input aus ihrer täglich Arbeit beisteuerten.