Die Inklusionsbeiratswahl in Brühl am 29. November 2020 rückt immer näher. Zur Vorbereitung fand am 7. Oktober  in der Aula des Max Ernst Gymnasiums ein Workshop mit dem Thema "Mutiger und zielorientiert kommunalpolitisch handeln" statt. Hierbei handelte es sich um eine Kooperationsveranstaltung des KSL Köln und des KSL Düsseldorf. 20 Teilnehmer*innen, die dem Arbeitskreis teilweise bereits bekannt waren, aber auch neue interessierte Menschen mit Behinderung nahmen daran teil. Großartig war, dass Menschen mit verschiedenen Behinderungen Interesse zeigten sich politisch einzubringen. Es war ein barrierefreier Workshop mit Schrift- und Gebärdendolmetschung sowie einer Übersetzung in Leichte Sprache, so dass hier Inklusion bereits vorgelebt wurde.

Der Referent Jörg Rodeike stellte die gesetzlichen Grundlagen (Artikel 20 GG, Artikel 29 UN 'BRK und § 9 Abs. 3 IGG) dar und verdeutlichte, dass behinderte Menschen keine Bittsteller sein müssen, sondern dass es ihr Recht ist, sich politisch zu engagieren. Er sprach den Teilnehmer*innen Mut zu, sich Koalitionen in der Politik zu suchen und ihre Forderungen lauter zu stellen und dabei die Presse nicht zu vergessen. Auch ermahnte er, Visionen nicht zu vergessen. Allerdings sei allzu oft ein langer Atem notwendig, um Erfolge zu verzeichnen.

Zum Abschluss wurde darauf hingewiesen, dass die Frist am Sonntag 11.10.2020 abläuft. Bis dahin können sich Menschen mit Behinderung bei der Behindertenbeauftragten der Stadt Brühl melden, wenn sie die Mitglieder des Beirates wählen wollen oder selbst für den Inklusionsbeirat als Mitglied kandidieren wollen. Dies könnten auch Angehörige sein.

.
.
.
.
.
.