"Ich habe eine Stimme - ich bin aktiv dabei! Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit SeHT politisch aktiv" hieß es am Wochenende in Siegburg auf der Bundesfachtagung des Vereins "Selbstständigkeits-Hilfe bei Teilleistungsschwächen e. V." (SeHT) 2019. Viele Teilnehmenden waren selbst Eltern von Menschen mit so genannten Teilleistungsschwächen, die sich in den Ortsgruppen des Vereins engagieren.

Am Samstag Vormittag war Ellen Marquardt vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) für den Regierungsbezirk Köln zum einleitenden Vortrag auf der Bundesfachtagung geladen. Sie referierte zum Thema "Politische Teilhabe von behinderten Menschen". Die über 70 Teilnehmenden der Bundesfachtagung waren aufgefordert, sich mit der Aufgabe politischer Bewusstseinsbildung durch das KSL und dem Ansatz von "Selbstbestimmt Leben" allgemein auseinanderzusetzen. So wurde in der anschließenden Diskussionsrunde vereinzelt in Frage gestellt, ob Selbstbestimmung um jeden Preis gewährleistet sein kann und wo es möglicherweise Grenzen der Selbstbestimmung gibt. Muss Selbstbestimmung überhaupt beschränkt werden oder gibt es einen Spielraum zum Ausprobieren, in dem es auch möglich ist, Fehler zu machen?

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