Workshop Politische Partizipation behinderter Menschen in Brühl in Kooperation mit dem Projekt „Mehr Partizipation wagen“ der LAG Selbsthilfe am 4.12.2018

Als beim inklusiven Stammtisch Brühl die Idee entstand sich aufzustellen, um in Brühl für die Wahl des Inklusionsauschusses gewappnet zu sein, hatte niemand damit gerechnet, dass 22 Menschen mit Behinderung an einem Workshop zur politischen Partizipation teilnehmen würden. Es waren Teilnehmer*innen von der SHG Handicap, von der Stadt Brühl, vom VfK und unabhängige, betroffene Brühler Bürger*innen gekommen.

Nach Begrüßungsworten von Ellen Romberg-Hoffmann (Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben für den Regierungsbezirk Köln) und einer Einführung durch Britta Möwes und Lisa Jacobi vom Projekt „Mehr Partizipation wagen“ (LAG Selbsthilfe), berichteten die Teilnehmer*innen sehr konkret von der aktuellen politischen Beteiligung in Brühl. Sie erzählten davon, dass es sehr lange dauerte, bis die Stadt das Thema politische Partizipation aufgegriffen hat und dass die Sensibilisierung der Verwaltung und der Politik notwendig sei. Deshalb war es sehr erfreulich, dass Herr Zimmermann, Leiter des Dezernat Soziales und Frau Rempe als Behindertenbeauftraget an diesem Workshop teilnahmen. Sie betonten, dass viele Anregungen des Workshops in ihrer weiteren Planung berücksichtigen werden.

Nach dieser kritischen Bestandsaufnahme wurde konkret überlegt wie sich die Teilnehmer*innen des Workshops weiter aufstellen , um sich auf die Wahl des Inklusionbeirates im Jahr 2020 im Rahmen der Kommunalwahl vorzubereiten. Es wurde vereinbart, dass es im März ein weiteres Treffen geben wird, an dem auch noch neue Teilnehmer*innen mitwirken können. Dafür wird noch ein barrierefreier (möglichst kostenlos nutzbarer) Raum in Brühl gesucht. 
Hier wird dann konkret überlegt, wer sich für den Inklusionsbeirat aufstellen lassen möchte, welche Maßnahmen hierfür noch notwendig sind und was in Brühl noch weiter erreicht werden muss, um die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in Brühl zu ermöglichen.

Wer Interesse hat kann sich beim Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben für den Regierungsbezirk Köln bei Ellen Romberg-Hoffmann, romberg-hoffmann@ksl-koeln.de oder telefonisch unter 0221-2771703 melden.

Das Bild zeigt die Teilnehmer*innen bei der Arbeit.
Das Bild zeigt die Teilnehmer*innen bei der Arbeit.