Anlässlich der Disability Studies-Konferenz vom 19. bis 21. Oktober in Berlin erläuterte Carl-Wilhelm Rößler vom KSL Köln gemeinsam mit BODYS die Auswirkungen dieses Forschungszweigs auf die Beratung von Menschen mit Behinderung sowie die Interessenvertretung durch die Selbsthilfe.

Als Ergebnis der Disability Studies werden Menschen mit Behinderung und ihre Organisationen zunehmend als Expertinnen und Experten zu behindertenpolitischen Inhalten und als qualifizierte Beratungsinstitutionen wahrgenommen und wertgeschätzt. Auch bei der Vertretung ihrer Interessen in diversen Arbeitsgruppen und Gremien bringen sich Menschen mit Behinderung zunehmend ein. Nach wie vor besteht aber ein strukturelles Ungleichgewicht zwischen anderen Lobbygruppen und der Behindertenselbsthilfe, die vielfach ehrenamtlich und ohne finanzielle Unterstützung für Reisekosten oder Assistenz Arbeiten muss.