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Europäischer Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Eine Menge von Demonstrant*innen befinden auf einem Platz in der Stadt. Links stehen zwei Pavillons und eine Beach-Flag mit dem Titel der Veranstaltung.

Unter dem Motto „DiskrimiNIErung – Respekt für alle!“ fand am 5. Mai eine große Aktion zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. „Selbstbestimmt leben“ Behinderter Köln e.V. und das KSL.Köln haben sich mit der Lebenshilfe Köln und der Politischen Selbstvertretung („Wir für Sie“) zusammengetan, um ein Zeichen zu setzen.

Durch einen großen, tragbaren Bilderrahmen, auf dem der Veranstaltungstitel, die Logos der Veranstaltenden und "#5Mai" steht, wird vor eine Gruppe von zehn Personen aus dem Veranstaltungsteam in gelben Warnwesten fotografiert.


Am Chlodwigplatz in Köln gab es von 15 bis 17:30 Uhr verschiedene mit Informationen zum Protesttag, zu der Arbeit der beteiligten Vereine und eine Unterschriftenliste gegen die geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe. Neben der Möglichkeit, Aktionsfotos zu machen, konnten mit einem Domino spielerisch wichtige Begriffsdefinitionen (wie UN-BRK) ihren Erklärungen zugeordnet werden. Im Sinne der Sensibilisierung für verschiedene Behinderungsformen konnte ebenfalls mitgemacht werden: Besucher*innen konnten ausprobieren, sich mit Brillen, die unterschiedliche Sehbehinderungen imitieren sollen, ein Glas Wasser einzuschenken, sich mit einem Langstock zu orientieren oder Braille-Schrift zu erfühlen. Es gab außerdem die Möglichkeit, das Fahren mit einem Rollstuhl zu testen und mit Ohrstöpseln und Kopfhörern sollte eingeschränktes Hörvermögen nachgeahmt werden. Im Zuge dessen wurde mit Interessierten darüber gesprochen, auf welche Barrieren Menschen mit Behinderungen im Alltag stoßen und wie es sich anfühlt, fremdbestimmt zu sein. Darüber wurde auf Postern gezeigt, wie Personen ohne Behinderungen respektvoll mit Menschen mit Sinnesbehinderungen umgehen können. 

Vertreter*innen von Selbstbestimmt Leben und der Lebenshilfe hielten zudem Reden, um auf die Relevanz des Protesttages aufmerksam zu machen. Menschen mit Behinderung erfahren nach wie vor Diskriminierung und sind vor allem durch strukturelle Barrieren in vielen Lebensbereichen benachteiligt. Am Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass noch viel zu tun ist und dass gerade in Hinblick auf drohende Streichungen von Leistungen besonders wichtig ist, stark und laut zu bleiben. 

Den krönenden Abschluss der Veranstaltung, die viele Protestierende versammelte, bildete die Frauen-Sambagruppe „Queerelas“. 

Das KSL.Köln bedankt sich für die gelungene Veranstaltung und das Erscheinen zahlreichenden Mitstreiter*innen! 

Eine Gruppe von Frauen trommelt auf großen Trommeln. Im Vordergrund (unscharf) stehen einige Zuschauer*innen, die der Gruppe zugewandt sind.

 

Eine KSL-Mitarbeiterin steht in gelber Warnweste hinter einen Info-Tisch mit Brillen, Schlafmasken und Broschüren und zeigt einer Person vor dem Tisch ein Heft, das sie aufblättert.