Eine Person steht vor einer Gruppe von Menschen und gestikuliert.

Vortrag des KSL Köln zur UN-BRK bei der BARMER

Am 29. November referierte Carl-Wilhelm Rößler vom KSL Köln auf Einladung der BARMER auf einer internen Fortbildungsveranstaltung der Widerspruchsausschüsse zur UN-Behindertenrechtskonvention. Neben den Grundzügen der UN-BRK wurde ausführlich über die Frage diskutiert, wie sich diese Konvention auf das Gesundheitssystem in Deutschland und auf die Gestaltung von Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung auswirken dürfte. Exemplarisch wurden die besonderen Probleme von Menschen mit Behinderung im Krankenhaus erörtert. Aufgrund der Frage, dass die Mitnahme von Assistenz oder begleitende Unterstützung nach wie vor nicht zufriedenstellend geklärt ist, kommt es immer wieder zu der nicht hinnehmbaren Situation, dass notwendige stationäre Heilbehandlungen vermieden oder zumindest verzögert werden. Thematisiert wurde auch die Hilfsmittelversorgung Endzeiten der UN-BRK. Carl-Wilhelm Rössler machte deutlich, dass die bisherige Beschränkung auf eine elementare Basisversorgung beim Ausgleich einer Behinderung mit der Vorgabe der vollen und wirksamen Teilhabe gleichberechtigt mit anderen, wie sie von der UN-BRK gefordert wird, nicht vereinbar sei.

Die Teilnehmenden zeigten sich sehr interessiert an der Thematik. Weitere Kontakte und Dialoge zu diesen Fragestellungen wurden noch auf der Veranstaltung vereinbart.

KSL Köln auf der Disability Studies-Konferenz in Berlin vertreten

Anlässlich der Disability Studies-Konferenz vom 19. bis 21. Oktober in Berlin erläuterte Carl-Wilhelm Rößler vom KSL Köln gemeinsam mit BODYS die Auswirkungen dieses Forschungszweigs auf die Beratung von Menschen mit Behinderung sowie die Interessenvertretung durch die Selbsthilfe.

Als Ergebnis der Disability Studies werden Menschen mit Behinderung und ihre Organisationen zunehmend als Expertinnen und Experten zu behindertenpolitischen Inhalten und als qualifizierte Beratungsinstitutionen wahrgenommen und wertgeschätzt. Auch bei der Vertretung ihrer Interessen in diversen Arbeitsgruppen und Gremien bringen sich Menschen mit Behinderung zunehmend ein. Nach wie vor besteht aber ein strukturelles Ungleichgewicht zwischen anderen Lobbygruppen und der Behindertenselbsthilfe, die vielfach ehrenamtlich und ohne finanzielle Unterstützung für Reisekosten oder Assistenz Arbeiten muss.

EU-Kommission zu Besuch bei den KSL

Die dauerhafte Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen ist ein zentrales politisches Ziel der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen wie auch der Europäischen Union. Eine wichtige Funktion übernehmen dabei die vom Land und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL). Jetzt konnte sich Stefanie El Miri von der Europäischen Kommission bei einer Veranstaltung im Essener Kompetenzzentrum für Menschen mit Sinnesbehinderungen davon überzeugen, wie vielfältig und wirkungsvoll die Arbeit der Kompetenzzentren ist.

Link zum Bericht auf der Homepage des MAGS

Fachtagung Selbstbestimmt Wohnen in NRW

Ein Auszug aus dem Elternhaus oder der bisherigen Wohnform stellt (junge) Menschen mit Behinderung sowie ihre Familien vor viele Herausforderungen: Wie muss das neue zu Hause gestaltet sein, damit es dem Unterstützungsbedarf entspricht? Wer unterstützt, wenn Hilfe im Alltag notwendig ist? Wie kann Selbstbestimmung in der Wohnumgebung und bei der Alltagsgestaltung gewährleistet werden? Wer begleitet und berät Eltern in dieser Phase der Veränderung?

Mit dem Projekt “Selbstbestimmt Wohnen in NRW” möchte der lvkm nrw Menschen mit Komplexen Behinderungen und ihre Familien in der Lebensphase des Auszugs aus dem Elternhaus oder einer anderen Wohnform unterstützen und auf dem Weg in eine selbstbestimmtes Leben begleiten.

Carl-Wilhelm Rößler vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) für den Regierungsbezirk Köln wird als Referent an der Veranstaltung teilnehmen. Sein Vortrag wird den Titel "Selbstbestimmt Leben mit Persönlicher Assistenz – wie geht das und wer kann das machen?" tragen. Zusätzlich wird er einen Workshop leiten, der an die Inhalte des Vortrags anschließt.

Termin: 9. März 2018 (9:00 - 17:15 Uhr ) - Anmeldeschluss: 26. Februar 2018
Ort: Hotel Franz, Steeler Straße 261, 45138 Essen

Informationen und Anmeldung