Ein Richterhammer und Resonanzblock aus Holz

Ich hab' Recht(e)! - Workshop am 11. Mai

Behinderte Menschen wachsen oft in behütenden und betreuten Wohnformen auf. In diesen ist es schwer eine eigene Vorstellung von Wünschen und Bedürfnissen zu entwickeln. Auch ist es schwer eigene Grenzen zu erkennen und zu erfahren.

Behinderte Menschen haben Rechte!
Diese Rechte müssen sie kennen, damit sie ihre Lebensvorstellungen umsetzen können und so ein größeres Glück in ihrem Leben finden können. 
In diesem Seminar werden wir uns mit Situationen und Erfahrungen, in denen Sie Gewalt erfahren haben,  behindert oder diskriminiert wurden auseinandersetzen.

Weitere Fragen können  zum Beispiel sein:

  • Wann fühlen Sie sich diskriminiert und benachteiligt?
  • Was wollen Sie ändern?
  • Wer kann Sie unterstützen?

Dann werden wir gemeinsam Ideen für Lösungen und Wege entwickeln und gegebenenfalls einüben.
Der Tag wird moderiert von  Ellen Romberg-Hoffmann  (Diplom-Sozialarbeiterin, systemische Beraterin, Präventionsfachkraft). Sie ist/wird selbst behindert.

Termin:
11. Mai 2018
11:00 - 16:00 Uhr

Ort: 
Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben für den Regierungsbezirk Köln
Pohlmanstrasse 13
50735 Köln- Niehl

Die Räumlichkeiten sind barrierefrei. Weitere Bedarfe bitte bei der Anmeldung angeben.

Anmeldung:
0221 – 277 - 1703
kovacevic@ksl-koeln.de

Fachliche Expertise zum Entwurf eines Ausführungsgesetzes des Landes NRW zur Umsetzung des BTHG

Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf sollen die im Bundesteilhabegesetz (BTHG) normierten Änderungen, die die Länderzuständigkeit betreffen, vollzogen werden. Insbesondere die Regelungen zur Zuständigkeit müssen auf Landesebene neu geregelt werden. Der Gesetzentwurf verfügt nach Auffassung der Kompetenzzentren über richtungsweisende Ansätze, wird dem erklärten Anspruch des Gesetzentwurfs im Ergebnis jedoch nicht vollständig gerecht. Die vorliegende Expertise berücksichtigt in erster Linie Gesichtspunkte des Gesetzesentwurfs, die unmittelbare Auswirkungen auf Menschen mit Behinderungen und deren Lebensgestaltung haben.

Download der Expertise

Workshop „Hab' ich Recht?“

Workshop „Hab' ich Recht?“
am 14. April 2018 von 10.00 – 16.00 Uhr
im Lebenshilfe Zentrum, Kirchplatz 1, Euskirchen.

In diesem Seminar wollen wir uns mit unseren Rechten beschäftigen und lernen sie einzufordern. Wir werden auch die Pflichten besprechen, die sich aus unseren Rechten ergeben.

Wie fordere ich sie ein? Wie und wo kann ich Unterstützung bekommen, um meine Rechte durchzusetzen. Dabei sind wichtige Fragen: Was sind Rechte? Welche Rechte habe ich als behinderter Mensch und durchzusetzen/einzufordern?

Der Workshop wird geleitet von Ellen Romberg-Hoffmann vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) für den Regierungsbezirk Köln.

Anmeldungen bis zum 15.03.2018, bei der KOKOBE Euskirchen, Kirchplatz 1, 53879 Euskirchen,
Tel: 02251-7740326, info@kokobe-euskirchen.de.
Die Veranstaltung ist kostenlos.

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Arbeitsassistenz

Dem Anspruch eines schwerbehinderten Menschen auf Übernahme der Kosten einer notwendigen Arbeitsassistenz steht nicht entgegen, dass dieser bereits eine andere Teilzeitbeschäftigung ausübt. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig mit Urteil vom 23. Januar 2018 entschieden.

Der Kläger ist blind und zu 100 % als Schwerbehinderter anerkannt. Er steht seit 2000 als Beamter im Dienst des luxemburgischen Staates. Bis 2013 reduzierte er schrittweise diese Tätigkeit auf 50 %, um daneben eine von ihm 2008 gegründete Firma zu betreiben, die Künstler vermittelt und managt. Hierfür begehrte er die Übernahme der Kosten einer notwendigen Arbeitsassistenz. Der Beklagte lehnte diesen Antrag im Wesentlichen mit dem Hinweis auf die fehlende Notwendigkeit ab. Die Kostenübernahme diene dem Abbau der Arbeitslosigkeit unter schwerbehinderten Menschen. Der Kläger sei indessen nicht arbeitslos, sondern durch seine Berufstätigkeit als Beamter bereits in das Arbeitsleben integriert. Die nach Zurückweisung des Widerspruchs erhobene Klage war in beiden Vorinstanzen erfolglos.

Das Bundesverwaltungsgericht hat das Urteil des Oberverwaltungsgerichts aufgehoben. Nach dem Sozialgesetzbuch Neuntes Buch haben schwerbehinderte Menschen Anspruch auf Übernahme der Kosten einer notwendigen Arbeitsassistenz als begleitende Hilfe im Arbeitsleben. Die Notwendigkeit der Arbeitsassistenz ist nicht deshalb zu verneinen, weil der schwerbehinderte Mensch bereits einer anderen Teilzeitbeschäftigung nachgeht. Zwar kommt dem Abbau der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen im Rahmen der auf die Erwerbstätigkeit bezogenen Regelungen des Schwerbehindertenrechts eine wesentliche Bedeutung zu. Drohende oder bereits eingetretene Arbeitslosigkeit des schwerbehinderten Menschen stellen aber keine notwendigen Bedingungen für die begehrte Kostenübernahme dar. Der Anspruch auf Übernahme der Kosten einer notwendigen Arbeitsassistenz dient auch der Chancengleichheit schwerbehinderter Menschen im Arbeitsleben. Deshalb ist es (wie bei nichtbehinderten Menschen) grundsätzlich ihre Sache zu entscheiden, welchem Beruf sie nachgehen, ob sie diesem ihre Arbeitskraft vollumfänglich widmen oder ob sie diese anteilig für mehrere Erwerbstätigkeiten einsetzen. Ebenso wenig darf es sich zum Nachteil schwerbehinderter Menschen auswirken, wenn sie sich entscheiden, den Umfang einer ausgeübten Beschäftigung zu reduzieren oder den Arbeitsplatz bzw. Beruf zu wechseln und für die neue Tätigkeit eine Arbeitsassistenz zu beanspruchen. Die bisherigen Feststellungen des Berufungsgerichts ermöglichen nicht die Entscheidung, ob, in welcher Art und in welchem Umfang der Kläger bei seiner selbstständigen Erwerbstätigkeit zum Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile der Unterstützung bedarf. Deshalb ist die Sache an das Oberverwaltungsgericht zurückzuverweisen.

NRW-Bauministerin: Keine Quote für Rollstuhl-Wohnungen

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach teilte mit, dass es eine verbindliche Quote für rollstuhlgerechte Wohnungen vorerst nicht geben werde. Damit wird eine von der Vorgängerregierung beschlossene Quote in der Landesbauordnung gekippt.

Bericht von WDR-Westpol
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